Die Teichzeit muss bis auf weiteres schließen.

Was die letzten Wochen ein ständiger Unsicherheitsfaktor war, hat sich letzten Donnerstag in Zusammenarbeit mit der NÖLReg als gesichert erwiesen: Im Teich lebt ein Biber.

Wie er reingekommen ist lässt sich nur mutmaßen. Dass er von alleine nicht mehr rausgehen wird scheint unübersehbar.

Wenn ihr jetzt wütend, traurig, enttäuscht oder alles zusammen seid, verstehe ich das. Ich bin’s jedenfalls. Die emotionale Belastung ist immer noch enorm, weil ich einerseits mit ganzem Herzen Wildtierschützerin bin und mir wünschen würde, dass sich diese Situation zum Vorteil für alle Beteiligten auflösen lässt, gleichzeitig aber auch Hundemensch bin und weiß, dass es in dieser Konstellation kein friedliches Miteinander geben wird. Diese Erkenntnis tut mir sehr weh.

Gleichzeitig möchte ich aber auch einräumen, dass der Biber ein faszinierendes Lebewesen ist und man sich auch ein klitzekleines Bisschen geehrt fühlen darf, ihn so hautnah zu erleben. Seine Umbauarbeiten sind unglaublich (und manchmal auch erschreckend, dass ein so kleines Lebewesen so viel bewegen kann).

Was des Bibers Schicksal weiter bringt, kann ich noch nicht sagen. Ich stehe im Austausch mit den Mitarbeiterinnen der Naturschutzabteilung und versuche hier so schnell es geht eine Lösung zu finden. Der Biber ist besonders geschützt und eine Umsiedelung ein wirklich aufwändiger Akt.

Das Teichzeitareal wird aber in jedem Fall renoviert werden müssen. Die untergrabenen Stellen, die spitz abgenagten Reste der div. Sträucher, die umgeknickten Schilfbereiche… Das alles wird Monate brauchen, bis es wieder gefahrlos nutzbar und wortwörtlich Gras über die Sache gewachsen ist.

Ich bitte um Euer Verständnis.